Onlinevortrag Corona und mein Umgang mit Urheberrecht

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Die Welt der "Copyright, Verwertungsrechte und Werknutzung" ist komplex und in Zeiten von Corona wird es noch schwieriger urheberrechtliche Bestimmungen und Anforderungen einzuhalten. Die digitale Welt dreht sich immer schneller und in der Hektik der Zeit und der eingeschränkten Möglichkeiten lauert die Versuchung an jeder Ecke. Do Laura Heneis, Fotografin, Künstlerin und Urheberrechtsexpertin, gibt uns einen Überblick und Tipps und Tricks, wie sie auch in Zeiten von verstärktem digitalen Marketing Urheberrecht einhalten können und daraus Nutzen ziehen.

Vielen lieben Dank an das komplette Frauenteam von Business Netzwerk Frau im Fokus Susanne Formanek, Renate Androsch-Holzer, Isabella Farkasch, Edit Pinter und Barbara Huber, dass ich mit meinem Fachwissen zum Thema Urheberrecht dabei sein durfte.

Foto © kunstfotografin.at

 

Buchempfehlung: Die innere Ruhe KANN MICH MAL

HIRNAUSLÜFTEN nenne ich diese Tage wenn ich nicht erreichbar bin und aus Wien ausgeflogen bin. Sehr erholsam diesmal fast zwei Wochen am See in Kärnten. Dabei hatte ich genügend Zeit, keinen Stress um vier tolle Bücher zu lesen. Eines davon von dem Autor Fabrice Midal "Die innere Ruhe KANN MICH MAL" Meditation radikal anders.

Andere Sichtweisen,kein müssen und herrlich humorvoll auf dem Punkt gebracht. "Wirklich meditiert man nur dann,wenn man nichts erwartet. Wenn man sich freimacht von dem Diktat etwas erreichen zu müssen." Fabrice Midal

Das Buch ist empfehlenswert um in der Coronakrise auf andere Sichtweisen stossen zu dürfen und daraus seine Lehren zu ziehen. WIR dürfen alle noch sehr, sehr viel dazulernen.

Foto © dolauraheneis.eu

 

 

Die Rolle d.Kommunikation in d.Fotografie

Do Laura Heneis, 1973 in St. Pölten geboren, ist seit 2004 selbständige Berufsfotografin im eigenen Unternehmen. Ihre Schwerpunkte sind authentische Fotografie, Werbung und Marketing.

In unserem Gespräch gibt sie Auskunft über die Rolle der Kommunikation in der Fotografie.

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ ist ein beliebtes Bonmot, wenn es um die Wirkung von Kommunikation geht. Welche Rolle spielt in Deiner Profession die verbale Kommunikation?

Für mich als Fotografin ist es ein lebenswichtiges Hin- und Her-Spiel zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation. Dies ist in jedem Shooting spür- und sichtbar und beeinflusst jeden meiner Aufträge.

Mit welchen Zielgruppen kommst Du in erster Linie ins Gespräch?

Ich komme im ersten Schritt grundsätzlich mit einer breiten Teilöffentlichkeit ins Gespräch. Im zweiten Schritt entscheidet sich bei einem persönlichen Kennenlerngespräch, ob wir den weiteren gemeinsamen Weg zusammen beschreiten oder nicht.

Wo siehst Du die stärksten Kommunikationshürden?

Wenn die Chemie einfach nicht stimmt und Sender und Empfänger nicht dieselbe Sprache sprechen.

Wie hat sich im Laufe Deiner Tätigkeit Deine Kommunikation verändert?

Wenn ich mir überlege, wie ich vor über 16 Jahren als Fotografin angefangen habe und wie rasch sich Kommunikationszweige wie das Internet, Social-Media und die wertvolle FaceToFace-Empfehlung entwickelt haben… Heutzutage habe ich mehr Möglichkeiten und Streuungsoptionen, die ich auch für mein Unternehmen nutze.

Welche Rolle hat die Öffentlichkeitsarbeit bei der Kunst-Fotografie bzw. Fotografie?

Einerseits hat es in der derzeitigen Selfie-Generation, wie sie leibt und lebt, noch nie so viele schlechte Fotos gegeben wie heute, anderseits hat das digitale Zeitalter der Fotografie die Möglichkeiten eröffnet und geschaffen, mit einem Handy eine Künstlerkarriere zu starten.

Gibt es ein Repertoire von sprachlichen Bildern, das Du immer wieder anwendest, oder ist jedes Projekt „unique“?

Ein kleiner Teil wird als Werbemaßnahme in der Industriefotografie oder Architektur angewandt – dort tritt der Alterungsprozess nicht so schnell ein. In der authentischen Porträtfotografie ist jeder Mensch ein Einzelstück und wird nicht mehrmalig „angewandt“. Was meine Kunstprojekte betrifft, setze ich mich mit dem jeweiligen Thema/Projekt in einer Langzeitstudie auseinander – dabei entsteht ein natürlicher Perspektivenwechsel, der dem Thema/Projekt das eigene Flair verleiht.

Du nennst Dich KunstFotografin. Wie würdest Du diese Zuordnung beschreiben?

In meiner Seele stecken mehrere Persönlichkeiten; zwei Hauptpersonen davon sind die Künstlerin und die Fotografin. Diese wollte ich als Einheit definieren und mit der Wahl als Kunstfotografin ist mir das nach einem längeren Prozess geglückt.

Text/Interview © Susanne Eiselt - PR Susanne Eiselt PR

 

 

 

 

Als Kleinunternehmer wird man richtig verarscht !

Das Arbeitspensum der vergangenen Wochen war überschaubar. Genau vier Passfotos hat Do Laura Heneis seit dem Lockdown angefertigt. "Es ist alles weggebrochen. Eventfotografie ist im Moment sowieso kein Thema. Künstlerfotos werden keine benötigt, weil die selbst nicht arbeiten können. Hochzeiten, die immer für ein gutes finanzielles Polster sorgen, wurden abgesagt. Und wer weiß, ob die Paare nächstes Jahr tatsächlich noch heiraten werden?", sagt die Fotografin. Es benötigt keinen Buchhalter, um zu wissen, dass man von so einer Auftragslage nicht leben kann. 500 Euro hat Heneis aus dem Härtefall-Fonds erhalten: "Um den Antrag auszufüllen, braucht man ein Studium. Ohne Steuerberaterin ist man da aufgeschmissen. Und die kostet auch Geld." Es sei auch egal, ob man 500,1000 oder 1500 Euro bekomme, am Ende des Tages sei es ohnehin zu wenig. "Dass man in so einer besonderen Situation nicht besser reagiert, ist mir unverständlich", sagt Heneis. Seit 16 Jahren arbeitet sie als selbstständige Fotografin, ob sie das auch noch in Zukunft wird tun können? Denn auch die Auflagen, unter denen sie derzeit zu arbeiten hat, machen ihr zu schaffen: "Ich darf beispielsweise nicht einmal mit Gummihandschuhen eine Locke aus dem Gesicht streichen, was die Arbeit nicht unbedingt leichter macht. Das dürfte ich nur, wenn ich Visagistin wäre", sagt Heneis. Zudem darf sie nur einen Kunden pro zehn Quadratmeter in ihr Atelier einlassen. "Ich habe 30 Quadratmeter. Das heißt, Familienporträts fallen auch aus", so die Fotografin. Die verlorenen Umsätze werden sich nicht mehr aufholen lassen, dieses Jahr werde sie komplett abschreiben müssen. "Aber wenn das nicht wieder anläuft, muss ich mir was anderes überlegen", meint Heneis.

Profil Nr.22 51.Jg. 24.Mai.2020
Danke schön für das Interview Text © Christina Hiptmayr/Profil und lieben Dank an meine Buchhaltungs-Einreichexpertin Mag. Barbara Huber von Huber Unternehmensberatung 1210 Wien für diese liebe Empfehlung.

Als Kleinunternehmer wird man richtig verarscht! - Profil Nr.22 vom 24.Mai.2020

Foto © kunstfotografin.at

Corona Normalität? Soll das ein politischer Witz sein?

1. keine Ausstellung in Sicht und auch kein Verkauf meiner Bilder der Künstlerin Heneis

2. mein Anteil der Businessfotografie: ohne dass Künstler, Hochzeitspaare oder Firmen Fotos für ihre Produkte oder Mitarbeiterporträts benötigen schaut die Auftragslage (noch immer) für mich als Fotografin recht traurig aus.

Von wegen es geht wieder los und es herrscht schon wieder "Normalität" ....dieses Jahr müssen viele schauen, dass sie sich über Wasser halten können. Wendig sein und wenn es sein muss das eigene Firmenkonzept zu überdenken und gegebenenfalls mutig sein und einfach zusperren wenn das Minus am Konto das Limit erreicht hat. Das wird für viele UnternehmerInnen ein steiniger Weg werden.

Das Einzige der ein oder andere Gutscheinverkauf oder ein authentisches EU Passfoto lässt den ein oder anderen Wochenendeinkauf zu um meinen Kühlschrank zu füllen.

Das Laute denken der Fotografin Heneis: Von meinem Innungsmeister der Berufsfotografen Wien hätte ich mir (in der Coronakrisenzeit und danach) mehr erwartet wie bei den drei Affen - als die Augen, Ohren und Mund geschlossen, stillhalten und nur ja nicht bewegen!

Auf bessere Zeiten,
Do Laura Heneis - Kreativagentur Kunstfotografin 1200 Wien

Coronakrise und die Menschheit verändert sich

In der Coronakrise sieht man sehr intensiv wohin sich viele Menschen bewegen – Ihre Ängste, Ihr Hass, Ihr Neid auf alle anderen, denen es besser geht.

Die intensive Beschäftigung mit sich selbst wirft viele Fragen auf und alte Dinge kommen an die Oberfläche des Lebens. Wunderbar, so darf jeder über sich selbst nachdenken – ein Wink des Schicksals!
 
Seit über einem Monat steht die Welt still und ich frage mich, wie das Leben nach dem kompletten Hochfahren mit der Kunst- und Fotografie weiter gehen wird? Werde ich als Fotografin überhaupt noch gebraucht werden?
 
Drei große Hochzeiten wurden bei mir abgesagt und ob die Heiratswilligen ein Jahr später Ihre Beziehung nicht in einem anderen Licht sehen werden, wird sich zeigen.Vielleicht erspart man sich die Scheidung.
 
Auch schon vor Corana war Zeit ein wertvolles Gut, welches vielleicht nicht in seinem vollen Ausmaß gewürdigt wurde; alles muss sofort passieren; niemand spürt den Druck (der anderen) und wir lassen uns von Minuten/Stunden beherrschen.Vielleicht sollen wir gerade jetzt lernen, einen Schritt zurückzutreten, dem Künstler/der Künstlerin genügend Luft zu lassen, um seiner/ihrer Passion den Raum zu geben, den er/sie benötigt.
Auf einen Start mit neuen Erkenntnissen freue ich mich schon sehr.

Bleibt gesund!
Do Laura Heneis Künstlerin & Fotografin

 

CoronaVirus – Hilfe für Künstler & Kreative

Bildrecht: Corona Überbrückungsfonds für Künstler/innen und Kreative


wer?
KünstlerInnen und Kreative, die aufgrund der Corona-Krise in außerordentliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, können finanzielle Unterstützung beantragen.

wofür?
Mit diesem Fonds werden vor allem akute Engpässe abgefedert. Der Corona Überbrückungsfonds wird insbesondere bei existenziellen Schwierigkeiten von KünstlerInnen und Kreativen unterstützend wirken. Mit den ausgezahlten Mitteln sollen Mieten beglichen oder dringende Zahlungen o.ä. finanziert werden.

online Antrag – auch für Nicht-Mitglieder der Bildrecht!

Weitere Infos findet Ihr auf der Webseite von Mag. Barbara Huber - Bilanzbuchhaltung 1210 Wien Webseite Mag. Barbara Huber